Therapie

Was ist Verhaltenstherapie?
Psychische Störungen werden als ungünstig verlaufene Lernprozesse verstanden. Die Verhaltenstherapie geht von auslösenden Faktoren für ein Problem aus sowie von Bedingungen, die ein Problem aufrechterhalten. Auch die daraus resultierenden Konsequenzen werden beleuchtet. Mit den Patienten und gegebenenfalls mit der Familie werden individuelle Therapieziele ermittelt.Die Verhaltenstherapie soll menschliches Leid lindern und die Handlungsfähigkeit erweitern. Bei der Therapieplanung werden Bedürfnisse und Alltag des Patienten miteinbezogen.
In der Therapie werden mit dem Patienten Verhaltensweisen eingeübt, die ihm den Umgang und die Lösung mit aktuellen Problemen erleichtern und ermöglichen.
Vor allem bei jüngeren Kindern ist die Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig.
Ablauf einer Therapie:

Die ersten fünf probatorischen Sitzungen sind unverbindlich und werden von den Krankenversicherungen oder der Beihilfe übernommen. In diesen Stunden schauen wir uns das Problem an und ordnen es ein. Dann vereinbaren wir Ziele, auch mit den Kindern. In einem separaten Elterngespräch berichten die Eltern von der lebensgeschichtlichen Entwicklung des Kindes.
Nach den fünf Sitzungen verfasse ich einen Bericht an die Krankenversicherung, um weitere Stunden genehmigen zu lassen. Dazu ist dann auch ein Konsiliarbericht vom Haus-, Kinderarzt oder Kinder- und Jugendpsychiater erforderlich.
Es wird unterschieden in:

- Kurzzeittherapie (bei Kindern und Jugendlichen 25 Std. zzgl. 6 Std. für die Bezugsperson)
- Langzeittherapie (bei Kindern und Jugendlichen 45 Std. zzgl. 11 Std. für die Bezugsperson)
Der Ablauf der Therapie orientiert sich der individuellen Zielvereinbarung und wann diese erreicht ist.
Wann finden die Termine statt?
Die Sitzungen finden normalerweise wöchentlich statt. Oft werden die Abstände zum Ende der Therapie erweitert.